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Drei Sätermine im Zwischenfrucht-Versuch: Welcher bringt die meiste Biomasse und die effizientere Kohlenstoffbindung?

Zwischenfrucht-Versuch: 3 Sätermine

Zeit ist im Ackerbau ein entscheidender Produktionsfaktor – besonders nach der Getreideernte. In einem detaillierten Feldversuch wurde untersucht, wie sich drei verschiedene Aussaatzeitpunkte auf die Entwicklung derselben Zwischenfruchtmischung (Farm2Farm MultiMax) auswirken. Die Ergebnisse liefern klare Fakten für ein effizientes Nährstoffmanagement und den Humusaufbau.



Der Versuchsaufbau im Überblick


Am Standort wurde nach einer Weizenvorfrucht (7,3 t/ha Ertrag) die abfrostende Mischung MultiMax mit 23 kg/ha zu drei Terminen ausgesät:

Termin 1 

(Früh)


Termin 2 

(Mittel)

Termin 3 

(Spät)

25. Juli

9. August

25. August

Aussaat direkt nach der Ernte

Verzögerung um ca. zwei Wochen

Spätsaat Ende August


Die Macht der Zahlen: Biomasse-Ergebnisse


Die Messungen der Grün- und Trockenmasse zeigen einen massiven Hebel der frühen Aussaat:



Ehrliche Analyse: Chancen und Herausforderungen


Der Zwischenfrucht-Versuch zeigt erst im Rückblick, welche Sätermine die höchste Biomasse und die stabilste Kohlenstoffbindung ermöglichen. 


Christoph Gutscher teilt hierzu eine kritische Beobachtung:


Das Unkraut-Problem

Beim frühen Termin (25. Juli) kam es zu einem starken Durchwuchs von Melde und Amarant. Die schnelle Entwicklung der Wärme liebenden Arten (Sorghum, Sonnenblume) bot zwar Masse, ließ aber dem standortspezifischen Unkrautdruck Raum.


Das C:N-Verhältnis

Die enorme Biomasse der frühen Saat ist kohlenstofflastig. Ein weites C:N-Verhältnis bedeutet, dass die Bodenbiologie im Frühjahr Zeit und Aktivität benötigt, um diese Nährstoffe wieder freizusetzen.


Witterungseinflüsse

Extreme Niederschläge (wie 400 Liter im September) können besonders späte Bestände in der Entwicklung massiv bremsen.



Die Konklusion für die Praxis


Trotz der Herausforderungen mit Unkrautbesatz fällt das Fazit eindeutig aus: 


Kohlenstoff ist die Währung des Bodens.


  1. Sonnenenergie nutzen: 

    Nur die frühe Aussaat nutzt die volle Einstrahlung im Juli und August.


  2. Struktur und Futter:

    Viel Kohlenstoff bedeutet viel Humuspotenzial und Futter für das Bodenleben.


  3. Zweistufigkeit als Lösung:

    Eine ideale Strategie könnte ein zweistufiges System sein, um Biomassebildung und Unkrautkontrolle noch besser zu vereinen.



Nutze die Ergebnisse aus unserem Zwischenfrucht-Versuch über Sätermine und optimiere die Biomasse und Kohlenstoffbindung auf deinem Acker!


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Unsere Artikel gibt es auch als Youtube Videos erklärt von Christoph Gutscher


 
 
 

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