Bringt eine Untersaat in meinem Mais Vorteile und welche Technik benötige ich zur vollen Funktion?
- Sabina Auberger
- 24. März
- 2 Min. Lesezeit

Untersaaten im Mais sind weit mehr als nur eine „zweite Pflanze“ auf dem Feld. Sie sind ein strategisches Werkzeug, um die Bodenfruchtbarkeit zu sichern und die Ernte effizienter zu gestalten. Aber wie holst du das Beste aus dieser Technik heraus, ohne deinen Maisertrag zu gefährden?
Warum Untersaaten?
Eine Untersaat bedeutet, dass eine zusätzliche Kultur in die Hauptfrucht (hier der Mais) eingesät wird. Das Ziel ist es, den Zeitraum, in dem der Boden bewachsen ist, maximal zu verlängern.
Bodenstruktur & Befahrbarkeit
Die Wurzeln der Untersaat stabilisieren den Boden. Das sorgt für eine deutlich bessere Tragfähigkeit bei der Maisernte, selbst bei feuchten Bedingungen.
Humusaufbau & Bodenschutz
Mehr Biomasse bedeutet mehr Futter für das Bodenleben und aktiven Erosionsschutz.
Nährstoffmanagement
Leguminosen fangen Stickstoff aus der Luft ein, während Gräser Reststickstoff über den Winter sichern.
Unkrautunterdrückung
Ein dichter Teppich aus Untersaaten nimmt dem Unkraut Licht und Platz.
! Wichtig zu wissen: Eine Untersaat steht immer in Konkurrenz zur Hauptfrucht. Wenn du jedoch keine gravierenden Fehler machst, leidet der Mais nicht – im schlimmsten Fall etabliert sich lediglich die Untersaat aufgrund der Dominanz des Maises nicht ideal.
Die Praxis: So wählen Sie die richtige Technik
Ausbringungsmethoden:
Drilltechnik:
Aussaat direkt vor oder kurz nach der Maissaat (ideal für langsam wachsende Arten wie Rotschwingel).
Breitsaat:
Einsatz von Pneumatikstreuern am Hackgerät oder Schleuderstreuern während des Wachstums.
Gülle-Aussaat:
Einmischen des Saatguts direkt in das Güllefass – eine effiziente Kombi-Lösung.
Drohnenaussaat:
Die moderne Variante aus der Luft, die immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Die passende Sämerei für Ihren Standort
Nicht jede Pflanze passt zu jedem Zeitpunkt. Die Unterschiede liegen hier vor allem in der Dominanz:
🌾 Gräser
Rotschwingel ist ein Klassiker, da er langsam startet und trockenheitsverträglich ist. Weidelgräser wachsen schnell, sollten aber erst im 6- bis 8-Blattstadium des Maises gesät werden.
🍀 Kleearten
Weiß- oder Rotklee sind weniger dominant und können früh gesät werden. Alexandrinerklee ist wüchsiger und braucht einen späteren Termin.
🌿 Kreuzblütler
Ölrettich oder Futterkohl kommen laut US-Studien erstaunlich gut mit dem Schatten im Maisbestand klar.
Management und Ertragscheck
Ein häufiges Bedenken ist der Maisertrag. Die Faktenlage aus vielen Versuchen ist jedoch eindeutig:
Eine korrekt geführte Untersaat macht fast keinen Unterschied im Maisertrag.
Oft ist es sogar so: Je besser der Mais wächst (hoher Ertrag), desto weniger Licht bleibt für die Untersaat übrig. Der Mais unterdrückt also eher die Untersaat als umgekehrt.
Profi-Tipps für den Erfolg:
Lichteinfall: Eine Nord-Süd-Ausrichtung der Reihen oder Maissorten mit steilerer Blattstellung können helfen, mehr Licht für die Untersaat zu sichern.
Reihenabstände: Versuche mit 150 cm Reihenabstand zeigen gemischte Ergebnisse; oft ist der normale Abstand bei guter Führung völlig ausreichend.
Witterung: Idealerweise säen Sie vor einem angekündigten Regen, um den Keimstart zu sichern.
Du möchtest wissen, was für eine Technik für welche Mais-Untersaat notwendig ist und welche Funktion und Vorteile diese bringt?
Gerne helfen wir dir dabei, die passende Strategie für deinen Betrieb zu entwickeln. Kontaktier uns ganz einfach und sag uns, was dein Hauptziel (z. B. Stickstoffbindung oder Erosionsschutz) ist! Wir stellen dir deine betriebsindividuelle Zwischenfrucht- bzw. Untersaatmischung zusammen. So kannst du die volle Funktion deiner Mais-Untersaat ausnutzen und mit der richtigen Technik alle Vorteile herausholen!
Unsere Artikel gibt es auch als Youtube Videos erklärt von Christoph Gutscher




Kommentare