top of page

Pflug vs. Zwischenfrucht: Wie bekomme ich eine effiziente Wasseraufnahme und aktiven Erosionsschutz?

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Pflug vs. Zwischenfrucht im Februar

Was passiert im Boden, während wir auf das Frühjahr warten? Im Februar zeigt sich der wahre Charakter unserer Bewirtschaftungsform. Hier der direkte Vergleich: Ein im Herbst gepflügter Acker neben einer abgefrorenen Zwischenfrucht. Das Ergebnis ist ein tiefer Einblick in Bodenstabilität, Wasserhaushalt und Wirtschaftlichkeit.



Pflug vs. Zwischenfrucht: Der direkte Vergleich

In der folgenden Tabelle haben wir die Beobachtungen aus dem Februar detailliert gegenübergestellt:


Gepflügter Acker

Zwischenfrucht (abgefroren)

Oberfläche

Nackter Boden, extrem anfällig

Schützende Mulchschicht vorhanden

Erosionsrisiko

Hoch (Wind- und Wassererosion)

Sehr gering (Boden ist stabil)

Bodenstruktur

Frostgare: locker, aber instabil

Krümelstruktur: durch Wurzeln, stabil

Wassergehalt

Boden ist oft ausgetrocknet

Sichtbare Feuchtigkeit im Bodenprofil

Bodenleben

Kaum Aktivität, keine Regenwurmgänge

Hohe Aktivität, angenehmer Geruch

Temperatur

Kühlt stark aus, erwärmt sich aber im Frühjahr schneller

Isolationswirkung (bleibt länger warm, erwärmt sich im Frühjahr langsamer)

Wirtschaftlichkeit

Höhere Kosten durch intensiven Geräteeinsatz

Kostenvorteil: Ertrag - Kosten = besseres Ergebnis



Die Wasseraufnahmefähigkeit: Der Infiltrationstest

Es wurden 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter simuliert, um die Aufnahmefähigkeit der Böden bei Extremereignissen zu prüfen.


Der Infiltrationstest mit 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter simuliert

Ein überraschendes Ergebnis

→ Beide Flächen nahmen das Wasser zunächst gleich schnell auf.


Die Ursache beim Pflug

Die sogenannte Frostgare hat den Boden extrem locker und luftig gemacht, wodurch das Wasser rasch einsickern konnte.


Durch die Frostgare nimmt der Pflug-bearbeitete Boden das Wasser gleich schnell auf


Das Problem:  Beim Pflug fehlt ein stabiles biologisches Gerüst. Sobald das Wasser eindringt, lösen sich feine Tonteilchen. Die Folge ist eine massive Verschlämmung, die bei jedem weiteren Regen die Poren verschließt und die Atmung des Bodens stoppt.


Die Wasseraufnahme ist zwar gleich schnell, aber bewährt sich nicht lange. Es kommt zur Verschlämmung.


Der Vorteil der Zwischenfrucht:  Hier halten Pflanzenwurzeln und Mikroorganismen die Struktur stabil. Es entsteht keine Kruste, und die Wasseraufnahme bleibt über Monate hinweg konstant hoch.


Durch das Bodenleben des Bodens mit der abgefrorenen Zwischenfrucht sichert die Wasseraufnahme und verhindert die Verschlämmung


Warum Stabilität wichtiger ist als Lockerheit

Viele Landwirte schätzen die Frostgare als positives Zeichen. Doch Frostgare ist eigentlich ein mechanischer Umbruch der natürlichen Struktur. Ein stabiler Boden braucht das "Klebevermögen" der Biologie. Im Gegensatz zum Pflug ermöglicht dir die Zwischenfrucht eine effiziente Wasseraufnahme und einen aktiven Erosionsschutz.


Besonders bei extremen Wetterereignissen zeigt sich der Wert eines lebendigen Systems. Während auf gepflügten Flächen im Tullnerfeld im letzten Jahr sogar die Rüben weggeweht wurden, bietet der Bewuchs Sicherheit.



Fazit

Die Zwischenfrucht ist weit mehr als nur ein Gründünger. 

Sie ist eine Versicherung gegen:


  1. Extreme Regenereignisse

  2. Trockenperioden

  3. Windverwehungen


Letztlich gewinnt das System, das bei gleichem Ertrag geringere Kosten verursacht und den Boden langfristig gesund hält.



Deine betriebsindividuelle Zwischenfrucht ermöglicht es dir, den Pflug zu reduzieren und die Wasseraufnahme und den Erosionsschutz zu erhöhen!


Unsere farm2farm Zwischenfruchtmischungen sind auf höchste Artenvielfalt ausgelegt und mit Biostimulanzien sowie Spurenelementen behandelt, um die Wurzelentwicklung zu maximieren. Entdecke ganz einfach unsere Mischungen auf www.farm2farm.eu oder lass dir helfen, die passende Mischung für deinen Standort zu finden.




Unsere Artikel gibt es auch als Youtube Videos erklärt von Christoph Gutscher


 
 
 

Kommentare


bottom of page