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Wie kann ich die Wirkung vom Glyphosat beim Abtöten meiner Zwischenfrucht maximieren?

Glyphosat zur Abtötung der Zwischenfrucht: Was ist zu beachten?

Wenn Zwischenfrüchte im Frühjahr nicht abgefroren sind, ausgesamt haben oder überwinternde Komponenten hartnäckig stehen bleiben, ist eine professionelle Terminierung entscheidend. Doch Glyphosat ist nicht gleich Glyphosat – die Strategie entscheidet über den Erfolg. Das Ziel: So wenig wie möglich, so viel wie nötig.



Warum ist Glyphosat oft notwendig?

Es gibt verschiedene Szenarien, in denen eine chemische Terminierung im Frühjahr unumgänglich ist:


  • Wiederaustrieb

    Nicht abgefrorene Pflanzen (z. B. Ölrettich) treiben aus unterirdischen Speichern neu durch.


  • Aussamung

    Die Zwischenfrucht hat im Herbst Samen gebildet, die nun im Frühjahr keimen.


  • Überwinterer

    Gezielte winterharte Komponenten müssen vor der Folgesaat beseitigt werden.

Überwinternde Zwischenfruchtarten, welche gezielt vor der Saat bekämpft werden müssen.

  • Unkrautdruck

    Starker Besatz mit Begleitflora im Bestand.



Der entscheidende Faktor: Die Konzentration

Ein häufiger Fehler ist eine zu hohe Wassermenge. Glyphosat wirkt über die Wachsschicht (Kutikula) des Blattes. Je konzentrierter die Spritzbrühe ist, desto schneller diffundiert der Wirkstoff in die Pflanze.


!! Praxis-Hack:  3 Liter Glyphosat auf 150 Liter Wasser sind deutlich effektiver als die gleiche Menge auf 300 Liter Wasser. Weniger Wasser bedeutet eine höhere Konzentration und spart bares Geld bei gleichzeitig besserer Wirkung.


 


Die 3 wichtigsten Hacks zur Wirkungssteigerung


1. Spritzwasser konditionieren mit Zitronensäure

Hartes, kalkreiches Wasser ist ein Wirkungskiller. Die Kalzium-Ionen binden die Glyphosat-Moleküle und machen sie unwirksam.


Zitronensäure kann die Wirkung von Glyphosat, bei kalkreichem Wasser verbessern.

 Lösung:

Gib 1 bis 3 kg Zitronensäure pro 1.000 Liter in die Spritzbrühe (bevor das Glyphosat dazukommt). Dies bindet das freie Kalzium und senkt den pH-Wert.



2. Additive für eine bessere Aufnahme

Damit das Mittel nicht zu schnell abtrocknet oder kristallisiert, helfen Additive:


  • Öle / Rapsmethylester:

    Sie verlangsamen das Abtrocknen auf dem Blatt und verbessern das Eindringen.


  • Ammoniumsulfat (10–25 kg/1.000 l):

    Hält die Feuchtigkeit am Blatt und macht den Wirkstoff mobiler.



3. Der „Bor-Zug“

Borsäure (2 bis 5 kg pro 1.000 l) senkt nicht nur den pH-Wert, sondern beschleunigt den Transport des Wirkstoffs innerhalb der Pflanzenteile. Das Glyphosat fährt sozusagen huckepack am Bor mit in die Wurzeln.



Kurzer Überblick:

Glyphosat

07, - 1,8 kg/ha

Additive


Öle/Ester

Herstellerabhängig

Zitronensäure

1 - 3 kg/1.000 Liter

Ammoniumsulfat

10 - 25 kg/1.000 Liter

Borsäure

2 - 5 kg/1.000 Liter



Schwierige Kandidaten: Leguminosen und Gräser

Nicht jede Pflanze reagiert gleich. Während Getreidearten (z. B. Grünschnittroggen) vor dem Schossen leicht zu bekämpfen sind, besitzen viele Leguminosen biologische Abwehrmechanismen. Hier gilt es, alle Register bei der Konditionierung zu ziehen. Werden Pflanzen wie der Ölrettich mit viel Wurzelmasse bekämpft, ist die volle Aufwandmenge nötig, da nur wenig grünes Blattwerk als „Eintrittspforte“ zur Verfügung steht.


Grünschnittroggen oder auch Leguminosen sind in Bezug auf Glyphosat-Anwendung herausfordernde Pflanzenarten.

Hierbei ist wichtig zu verstehen: Nur wenn Sie fachgerecht mit Glyphosat die Zwischenfrucht abtöten und eine optimale Wirkung und Benetzung sicherstellen, ist ein sauberer Acker für die Folgefrucht garantiert.



Checkliste für die Anwendung


Wetter:

Hohe Luftfeuchtigkeit und bedeckter Himmel sind ideal

Wachstum:

Die Pflanzen müssen aktiv im Wachstum sein

Technik:

Achte auf Spritzschatten bei sehr üppigen Beständen

Rechtliches:

Beachte unbedingt die spezifischen Zulassungen deines Produkts


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